Ein paar Worte über mich...
Anfang 2006....
... trank ich mit Strohhalmen, weil es mich zu sehr erschöpfte, ein volles Glas zu halten. Entweder lag ich im Bett oder auf dem Sofa. Mein geliebtes Klavier stand zwei Meter vom Bett entfernt, doch nach drei Minuten Spielen schaffte ich es nicht mehr, die Hände auf die Klaviatur zu legen. Immer wieder machte ich Versuche, Orgel zu üben, jedesmal mit dem Ergebnis, dass ich, bereits wenn ich in der 300 Meter entfernten Kirche ankam, erschöpft zusammenbrach.
Heute, nach zwei Jahren Immuntherapie...
... liege ich ungefähr 15 Stunden pro Tag im Bett, aber in den restlichen 9 verspüre ich sogar manchmal so etwas wie Energie!! Meine Konzentration ist schlecht, aber ich leide nur noch selten unter dieser furchtbaren Erschöpfung, die alles so unerträglich macht. Ich kann eine halbe Stunde am Stück Klavier üben und muss mich hinterher nur eine Stunde ausruhen – nicht mehr den ganzen Tag. An Neujahr machten mein Liebster und ich einen einstündigen Spaziergang!
Ich habe im Alltag mit vielen Hindernissen zu kämpfen, aber mein Leben ist wieder „erlebbar“. Ich vegetiere nicht mehr nur vor mich hin, sondern ich nehme wieder am Leben teil. Ich spüre das Leben wieder. Mein Körper schmerzt nicht mehr pausenlos, sondern er fühlt sich lebendig an.
Genau das wünsche ich Hannah: dass sie wieder leben kann, dass ihr Leben wieder erträglich wird. Dass sie all die Dinge tun kann, die das Leben so wunderschön machen! Dass sie aufstehen kann und alles tun kann, was sie tun möchte.
Es ist mir unerträglich, dass ich die Chance habe, gesund zu werden, wieder Musik zu machen und vielleicht eine Familie zu gründen, während Hannah diese Chance aus finanziellen Gründen nicht haben soll. Ich wünsche mir so sehr, dass Hannah eines Tages wieder ihre Geige zur Hand nehmen und spielen kann.
Einer meiner größten Wünsche ist es, mit ihr zusammen die Violinsonaten von Mozart zu spielen.
Doch die Erfüllung dieses Wunsches liegt in weiter Ferne, da die finanziellen Mittel fehlen, um die notwendige Immuntherapie weiterführen zu können. Hannah braucht dringend Hilfe!
Hanna Frodl, Mai 2008